Digitale Baubegleitung
Digitaler Baukontrollprozess
Der digitale Baukontrollprozess ergänzt die klassische Bauüberwachung durch digitale Bestandsdaten und einen transparenten, nachvollziehbaren Kontrollablauf. Er basiert auf der Kombination aus Laserscanning und BIM-Modellen und ermöglicht eine objektive Bewertung des Baufortschritts in allen relevanten Projektphasen. Anstelle punktueller Sichtprüfungen werden reale Bestandsdaten erfasst und systematisch mit dem BIM-Modell abgeglichen.
Während der Bauausführung wird das Gebäude in definierten Zeitabständen mittels Laserscanning dokumentiert. Die daraus resultierenden Punktwolken bilden den tatsächlichen Ausführungsstand präzise ab und dienen als Grundlage für den Soll-Ist-Vergleich. Abweichungen in Geometrie, Höhenlagen, Achsen und Bauteilpositionen können so frühzeitig erkannt und bewertet werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf den internen technischen Netzen sowie auf Einbauhöhen, Trassenführungen und Maschinenaufstellflächen. Insbesondere im Industrie- und Anlagenbau können bereits geringfügige Abweichungen dazu führen, dass Maschinen, Produktionslinien oder technische Anlagen nicht wie geplant installiert werden können. Der digitale Baukontrollprozess schafft hier Transparenz und ermöglicht rechtzeitige Korrekturen, bevor kostenintensive Anpassungen oder Terminverzögerungen entstehen.
Durch die kontinuierliche Kontrolle wird die Koordination zwischen den Gewerken verbessert und die Planungssicherheit erhöht. Entscheidungen basieren nicht auf Annahmen oder subjektiven Einschätzungen, sondern auf messbaren, nachvollziehbaren Daten. Dies unterstützt Bauherren, Planer und ausführende Unternehmen gleichermaßen bei der Steuerung komplexer Bauprojekte.
Das Ergebnis ist eine höhere Ausführungsqualität, eine Reduzierung von Nacharbeiten sowie eine verlässliche Dokumentation des Bauprozesses – von der Rohbauphase über die technische Ausstattung bis hin zur Inbetriebnahme.


